Montag, August 28, 2006

Busy life...but still very enjoyable

Hi Folks
Tut mir Leid, dass ich so lang nicht mehr geschrieben habe. Im Moment habe ich echt allerhand zu tun... arbeiten, feiern, trainieren, lernen, Briefe schreiben, usw... Den ganzen Kram halt.

An meinem Geburtstag (5ter Sept. by the way) werde ich mich uebrigens taettowieren lassen. Ein Foto vom Kunstwerk werde ich dann natuerlich online stellen.

OK, cya guys, eigentlich wollte nur mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. ;) Mir gehts richtig gut!!!

Donnerstag, August 17, 2006

Pup und Kneipe ist doch etwas anderes...

Seit fast 2 Wochen arbeite ich jetzt schon hinter der Bar und so langsam, denke ich, habe ich die ganzen unterschiedlichen Whiskys im Kopf, sowie die elektronische Kasse auswendig gelernt. Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile bin ich es schon gewoehnt irgendwo neu anzufangen. :)
Die Crew dort ist wirklich sehr nett, man kann sich mit ihnen sehr schnell anfreunden und sich ueber jeden Scheiss unterhalten. Ein Kollege dachte erstaunlicherweise, dass ich aus Suedafrika kommen wuerde, da sich mein Akzent so anhoere. Ich dachte nur, wow, so ein Kompliment bekomme ich nicht alle Tage, mein Englisch muss anscheint dann doch schon ziemlich gut sein.
Ohne ein gutes Englisch waere dieser Job aber auch nicht moeglich. Meine Mutter und Chris (ihr Freund) haben mir zuerst abgeraten diesen Job anzunehmen, da es wirklich sehr schwer sein kann die Gaeste zu verstehen, wenn die Musik am Abend voll aufgedreht ist. Hinzu kommt noch der wirklich heftige Akzent einiger Leute hier, die die Haelfte der Woerter einfach verschlucken.
Aber ich lasse mir nicht mehr sagen, was ich kann und was ich nicht kann. Ich denke, dass ich das ganz gut selber beurteilen kann, ausserdem liebe ich Herausforderungen.
Eine ganz andere Herausforderung ist es, mit so manchen Gaesten umzugehen. Besoffene Schotten sind naemlich ein bisschen anders handzuhaben als besoffene Deutsche.
Am Wochenende haben wir Sicherheitspersonal, da der Laden jedes Mal total voll ist, jedoch faengt dieses dummerweise erst um 9 Uhr abends an.
An meinem vierten Tag, einem Samstag, ist es dann passiert und mein Puls steigt immernoch, wenn ich nur daran denke...
Ein aeusserst betrunkener, aelterer Mann (ca. 55 Jahre) betrat die Bar und setzte sich zu einem sehr gut gebauten, kraeftigen Motorbiker. Sie unterhielten sich fuer eine halbe Stunde, ohne das sie mir sonderlich aufgefallen sind. Nach dieser halben Stunde aber, eskalierte die Situation.
Ich war war gerade dabei ein Bier zu zapfen, als ich einen dumpfen Schlag hoerte. Ich drehte mich erschrocken um und sah den alten Mann auf den harten Steinboden fallen. Der Motorbiker sprang gleich hinterher, setzte sich auf ihn und schlug brutal auf ihn ein.
Verdammte scheisse, ich kann die Knochen noch heute brechen hoeren und ich dachte wirklich, dass es aus fuer den alten Mann ist, dass dieser das nicht ueberleben wird.
Ich versuchte vergeblich den Motorbiker von dem alten Mann runterzureissen, aber das Arschloch war einfach zu stark fuer mich und ich wollte ehrlich gesagt nicht auch noch zusammengeschlagen werden.
Kinder schrien auf und rannten mit ihren Eltern entsetzt aus dem Pup heraus. Ich fuehlte mich so hilflos, ich konnte einfach nicht helfen.
Als der schwerverletzte Mann versuchte aufzustehen, trat der, sich wahrscheinlich im Blutrausch befindene, Motorbiker ihm gnadenlos ins Gesicht und noch einige Male in den Bauch.
Danach zog ein Gast das Opfer von dem Taeter weg, welcher daraufhin in die Toilette verschwand. Da die Toilette in unsere zweite Bar fuehrt, konnte er unerkannt entkommen.
Krankenwagen und Polizei kamen nur einige Minuten spaeter und liessen die Bar fuer eine Stunde lang schliessen. Alles wurde abgesperrt, Fotos wurden gemacht und Zeugen wurden vernommen. Ich sprach ungefaehr eine halbe Stunde mit einem Polizisten, da ich der entscheidene Zeuge war, der das meiste gesehen hat.
Ich versuchte den Taeter so gut es nur ging zu beschreiben, was am Ende wahrscheinlich geholfen hat, da die Polizei in der selben Nacht noch einmal zu mir kamen und mir verschiedene Fotos zeigten, aus denen ich den Taeter heraussuchen sollte. Zum Glueck haben sie dieses verfluchte Arschloch dann doch noch geschnappt.

Also Leutz, wenn ihr in einen schottischen Pup gehen wollt, fragt euch vorher noch einmal selber, ob ihr wirklich hart genug seid. ;) ...OK, es ist natuerlich nicht jeden Tag so, mein Chef vergewisserte mir, dass dies eine absolute Ausnahme war.
Na ja, fuer mich war es eine Erfahrung, die mich noch haerter trainieren laesst. Ich will nie wieder hilflos daneben stehen, egal wie gross und stark mein Gegner ist.

Donnerstag, August 10, 2006

Endlich ein Job...

Seit gestern arbeite ich als Barkeeper im angesagtesten Pup in ganz Fort William. Die Crew dort ist total nett und der Job macht auch riesigen Spass.
Heute arbeite ich von 6pm bis 1.30am, mal sehen wie das so wird...

Aber ein Job allein reicht mir nicht. Morgen habe ich ein Interview in einem Hotel, in dem ich als Halbzeitskraft kellnern moechte. Vielleichts klappts ja.

Cya, folks :)

Donnerstag, August 03, 2006

Camping in Wales

Es war 9 Uhr morgens als wir losfuhren, die Sonne hatte bereits das Auto aufgehitzt und wir stiegen voller Vorfreude ein.
Was wir nicht wussten, war, dass uns eine 24 Stunden lange Autofahrt erwartete. Es war nicht geplant non-stop bis nach Wales durchzufahren, eigentlich wollten wir auf dem halben Weg auf einem Campingplatz Halt machen, jedoch waren alle besetzt. Wir waren anscheint nicht die einzigen, die einen auf "Spartana" machen wollten, halb GB hatte diese Idee...und ich dachte die Hollaender waeren schlimm. ;)
Total uebermuedet haben wir am naechsten Tag dann doch noch einen Campingplatz gefunden, einen Campingplatz direkt neben einem verfluchten Air Force Trainingsgelaende. Die Jets flogen so niedrig ueber unsere Koepfe hinweg, dass man den Jetpiloten beinahe - wenn sie nicht so verdammt laut waeren - zurufen konnte, wie sie einem auf den Sack gingen.
Wenigstens standen die Zelte recht fix und die Luftmatratzen waren auch, dank einer elektrischen Luftpumpe, recht schnell aufgeblasen.
Die Luftmatratzen lagen dann alle mitten auf dem Rasen und ich, muede wie ich war, konnte ihnen einfach nicht widerstehen, ich musste mich irgendwo hinlegen und schlafen.
Als ich aufwachte, spuerte ich, dass irgendwas nicht stimmte. Mein Gesicht brannte und war rot wie eine Tomate. Die Vormittagssonne hat es einfach zu gut mit mir gemeint.
Ich machte mich also auf dem Weg zur Toilette um mein Gesicht ein wenig zu kuehlen. Als ich dort ankam, bekam ich einen Schrecken, jedoch nicht auf Grund meines Gesichtes, sondern auf Grund des erbaermlichen Zustandes der Toiletten. Sie waren dreckig, die Duschen waren winzig und das Toilettenpapier war eher als Schmiergelpapier zu gebrauchen.
Ich denke nicht, dass ich besonders anspruchsvoll bin, aber vernuenftige Toiletten & Duschen sollten schon vorhanden sein.

Ich war danch ein wenig down und brauchte Zeit fuer mich alleine, der naheliegende Strand kam mir also durchaus gelegen.
Auf dem Weg dorthin fielen mir Strassenschilder auf, die jeweils in 2 unterschiedlichen Sprachen beschriftet waren, naemlich in Welsh und in Englisch. Wahrscheinlich gibt es aber nur noch sehr wenige, die diese Sprache wirklich taeglich sprechen, zumindest sind mir nur zwei aeltere Damen begegnet, die ich Welsh sprechen hoerte.
In Schottland ist es uebrigens aehnlich mit der Sprache Gaelik. Hier findet man auch einige Schilder mit Englischen, sowie gaellischen Aufschriften. Die Sprache wird hier an den Highschools fuer mindestens ein Jahr gelehrt, was jedoch nie und nimmer reicht um sie wirklich am leben zu halten.

Nach einigen Tagen Flugschau hatten wir alle genug, wir suchten einen neuen Campingplatz und fanden auch einen, der richtig gut war. Wir hatten eine grandiose Sicht aufs Meer, da unser Zelt auf der Spitze eines Huegels aufgebaut war. Der Strand war auch sehr schoen und wir verbrachten nahezu jeden Tag dort. Einmal waren die Wellen besonders gross und es hat Spass gemacht in ihnen zu schwimmen, jedoch gab's da ein Tier, das mir diesen Spass par tout nicht goennen wollte. Es war eine Feuerqualle, die mich kurz gestriffen und mir einen Tag in Schmerzen beschert hatte.
Der Schmerz fuehlte sich an, wie pulsierende Stiche, die durch meinen ganzen Koerper gingen und ich wollte nur eins, zurueck zum Zelt, Schmerztabletten schlucken und meine Ruhe. Casi jedoch, Cally's 7 Wochen altes Baby, war mal wieder in Schreilaune und hielt uns beschaeftigt. Trotz der Schmerzen versuchte ich sie zu beruhigen, waerend Cally eine Babyflasche vorbereitete. Ich hatte nur meine Unterwaesche an und Casi war auf Grund der unbendigen Hitze ein "Nackedei". Es endete wie ich erwartet hatte, Casi pisste mich voll...Vielen Dank dafuer Casi! ;)

Da wir ja flexible Camper waren und viel von Wales sehen wollten, wechselten wir unseren Standort auf ein Neues. Wie die Orte genau hiessen, die wir besuchten, kann ich euch leider nicht sagen, denn ihre Namen bestanden aus Buchstaben, die wahllos aneinandergereiht schienen und man unmoeglich aussprechen, geschweige denn memorieren konnte.

Dann endlich kam der Tag, auf den wir uns alle gefreut hatten, der Tag an dem wir Go-Kart fuhren.
Das Rennen habe ich gewonnen, nicht nur bloss gewonnen, ich habe sie alle ueberrundet, was einen Heidenspass machte. Die anderen hatten grossen Respekt vor den Karts, die es ungefaehr bis zu 50km/h brachten, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! ...Eine Lebensweisheit.

Die letzten Tage verbrachten wir auf einem Campingplatz direkt neben dem Strand. Das gute daran ist, dass man mit Meeresgeraeuschen einschlafen kann und ich sag euch, es hilft wirklich.
Eine Nacht jedoch wachte ich auf und mir gings richtig dreckig. Ich dachte, dass ich das ganze Zelt vollkotzen muesste. Ich quaelte mich also aus meinem Schlafsack und stuermte aus dem Zelt. Draussen war es eiskalt und stockfinster. Ich ging an tausenden Zelten voll mit schnarchenden Briten vorbei und die Toilette schien meilenweit entfernt. Zum Glueck war es nur falscher Alarm, jedoch ging es mir am naechsten Tag nicht viel besser.
Mein Magen hat wohl die Massen an Pommes mit Salt'n'Vinigar (Salz und Essig), die ich dort mindestens jeden 2. Tag gegessen habe, nicht vertragen. Tja, sie sind nun mal so lecker und ausserdem relativ billig. Ich mag es einfach nicht, wenn andere fuer mich bezahlen muessen, daher habe ich mich jedesmal, wenn wir an einer Pommesbude (Chip shop) assen, mit Pommes begnuegt...was wohl ein Fehler war!

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, berichte ich eher negativ von unserem Campingurlaub. Es war sehr schoen, jedoch bin ich einfach kein Camper und werde es wohl auch nie werden.
Ich habe keine Probleme damit in einem Zelt zu schlafen, nein, dass ist nicht der Grund, ich liebe die Natur und koennte wochenlang in ihr zelten.
Was ich nicht leiden kann, sind die Campingplaetze. Zig Zelte, Wohnmobile und diese billigen Plastikhaeuser auf einem Haufen. Man sieht fast nur Leute mit fetten Bauchen, die mit der britischen BILD-Zeitung rumlaufen.
Tut mir Leid, aber das ist definitif kein Ort an dem ich einen entspannten Urlaub haben kann.

Was ist Eure Meinung zum Thema Campen?
Liebe Gruesse,
Mike